Ref. Kirchgemeinde-Versammlung Beinwil am See: Budget, Bauplanung und Orientierung

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Kirchenschiff

An der diesjährigen Herbst-Kirchgemeindeversammlung, die am 18. November anschliessend an den Gottesdienst in der Kirche stattfand, stimmten 42 stimmberechtigte reformierte Beinwiler über wichtige Traktanden ab. Im Vordergrund standen der Voranschlag 2013 und ein zweiter Planungskredit für Renovationsarbeiten der kirchlichen Liegenschaften. Die Versammlung wurde vom Kirchenpflegepräsiden-ten, Peter Bruhin, umsichtig geleitet.
Urs Zingg
Der Voranschlag 2013 ergibt einen kleinen Ertragsüberschuss von Fr. 12'300.-, der allerdings nur zustande kommt, weil Fr. 20'000.- der früher gebildeten Steuerrückstellungen aufgelöst werden. Das Budget weist im Einzelnen gegenüber dem Vorjahr leichte Ausga-benkorrekturen auf, die vertretbar erscheinen. Zudem ist es immer schwierig, den künftigen Steuereingang im voraus richtig einzuschätzen. Es zeichnet sich ab, dass die Steuereinnahmen in den kommenden Jahren eher niedriger ausfallen werden. Darum ist jederzeit ein vernünftiger Umgang mit dem anvertrauten Geld gefordert. Es gilt – auch bei den anstehenden Baukosten – Mass zu halten. So kann der Steuerfuss für das nächste Jahr mit 18% gleich wie bisher festgelegt werden. - Die Versammelten stimmten dem beantragten Voranschlag und dem Steuersatz für das Jahr 2013 zu.

Die Beinwiler Kirchenrechnung ist seit einigen Jahren sehr zuverlässig und zur Zufriedenheit aller durch den Finanzverwalter der Gemeinde Beinwil am See, Markus Müller, geführt worden. In den politischen Gemeinden wird nun aber – nach Vorgabe des Kantons – ab 2014 ein neues harmonisiertes Rechnungssystem mit Bilanz- und Erfolgsrechnung eingeführt. Das verträgt sich nicht mit dem System der Kirchgemeinden, die für ihre Rechnungen andere Voraussetzungen haben und nicht nach einem Geschäftsmodell arbeiten. Die Kirchgemeinde Beinwil am See ist daher froh, ihre Kirchenrechnung ab 1. Januar 2013 – gleich wie mehrere andere Kirchgemeinden – durch das zu diesem Zweck neugeschaffene Dienstleistungszentrum der reformierten Landeskirche Aargau führen zu lassen.

In der Kirchgemeinde stehen grössere Bauvorhaben an: Renovation der Kirche und Ersatz des bestehenden Pavillons. Die Planung wurde schon vor Jahren durch die frühere Kirchenpflege aufgenommen. Nach der Wahl der heutigen Kirchenpflege wurde eine neue Baukommission bestimmt, die jetzt seit einem Jahr wieder intensiv abklärt und plant. Nach einem Planungskredit von Fr. 50'000.--, der an der Kirchgemeindeversamm-lung vom 13. November 2011 gesprochen wurde, erarbeitete die Baukommission zusammen mit ausgewiesenen Architekten und dem Denkmalschutz erste Vorschläge und Kostenschätzungen. Nach einer Informationsveranstaltung am 20. September 2012 wurden weitere Wünsche und Anforderungen aufgenommen. Jetzt geht es darum, die Detailplanung – für die Kirchenrenovation sowie für eine zweite Variante Pavillonneubau – voranzutreiben. Was ist sinnvoll, machbar und kostenverträglich? Für die Weiterbearbeitung ist ein zweiter Planungskredit von Fr. 20'000.- notwendig.
Das Thema gab auch an der Kirchgemeindeversammlung zu reden. Die Baukommission wurde vor allem gebeten, trotz bisheriger Ablehnung, weiter mit den Architekten und der Dankmalpflege über Ausbaumöglichkeiten im Kirchengebäude zu „verhandeln“. Dem Planungskredit von Fr. 20'000.- wurde zugestimmt. Am 22. Februar 2013 ist eine nächste Informationsveranstaltung geplant.

Die Kirchenpflege hat sich zum Ziel gesetzt, die Kirchgemeindemitglieder regelmässig und offen über ihre Arbeit zu informieren, was natürlich sehr geschätzt wird. So wussten die verantwortlichen Kirchenpflegemitglieder René Maurer (Liegenschaften, Baukommission), Lilian Wick (Unterricht, Kinder- und Jugendarbeit) und Vreni Zeder (Seniorenarbeit, Synode) über Wissenswertes und gute Erfahrungen aus ihrem Aufgabengebiet zu berichten. Dank ihrem Einsatz und dem wertvollen Mitdenken und Tun aller Mitarbeitenden „lebt“ die Kirche.

Der rege Austausch und die ausführlichen Informationen dauerten etwas länger als geplant und führten und wohl mancherorts zu einem verspäteten Sonntagsmittagessen.
Bereitgestellt: 22.11.2012